Das Weiß der Wand

Ich liege da und betrachte das Weiß der Wand. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Stunde um Stunde. Die weiße Wand lässt meine Gedanken reisen:
  • Das Weiß, als Farbe des Friedens. Die Welt zerstört durch Menschen. Keine Vernunft in Sicht.
  • Das Weiß, als Teil der Medizin. Segen der Neuzeit. Fluch der Errettung.
  • Das Weiß, als Farbe der Unschuld. Zerbrechlich geboren. Verdammt gestorben.
  • Das Weiß, als Teil des Auges. Täuschung des Blicks. Erkennen des Seins.
  • Das Weiß, als Farbe der Haut. Hilfreich für den Einen. Last für den Anderen.
  • Das Weiß, als Teil des Göttlichen. Entfliehen aus Zeit und Raum. Aufgegangen in der Ewigkeit.
  • Das Weiß, als Farbe des Schnees. Einsam Zuhause. Die Kälte vor der Tür.
  • Das Weiß, als Teil der Leere. Durchqueren der Weite. Unendliches Nichts.
  • Das Weiß, als Farbe der Gleichgültigkeit. Vergessen im Nirgendwo. Bedeutungslos und Willenlos.
  • Das Weiß, als Gegenteil der Dunkelheit. Zeichen der Hoffnung. Keine Ausflucht absehbar.