Wie alle anderen – Burnside

 

Hier erzählt ein an Schizophrenie erkrankter Mann mit Suchtproblemen über seinen Versuch ein „Normales Leben“ zu führen.
Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass Burnside sehr gut die Sprache als Werkzeug nutzen kann. Das liegt daran, dass er Lyriker ist und Englisch studiert hat.
Positiv ist anzumerken, dass es Abschnitte gibt welche tiefgründig und berührend sind. Vor allem der Schluss ist sehr gut gelungen. Aber es gibt auch schwache Passagen die meiner Meinung nach nicht in das Buch passen und dadurch den Lesefluss unterbrechen.
Die Kapitel plätschern während dem Lesen teilweise so vor sich hin ohne zu wissen worauf Burnside eigentlich hinaus will. Allerdings kann das „Dahinplätschern“ auch als Ausdruck der langweiligen Normalität verstanden werden. Wirklich stark wäre es, wenn es mit dieser klaren Absicht geschrieben wurde.
Man erfährt nicht so viel über die medizinischen Hintergründe der Schizophrenie und dessen Behandlung. Dafür erhält man einen guten Einblick in die täglichen Probleme und in die guten sowie schlechten Phasen der Erkrankung. Alles in allem ein empfehlenswertes Buch.